Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2026
Schnelle Antwort: Wer Onlineshop Software kaufen will, hat 2026 die Wahl zwischen monatlichen Abo-Lösungen (ab ca. 25 Euro/Monat) und einmaligen Lizenzen. Für Einsteiger lohnen sich gehostete Systeme wie Shopify oder Jimdo. Wer mehr Kontrolle will, greift zu WooCommerce oder Shopware.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Onlineshop Software gibt es als Abo (SaaS) oder als selbst gehostete Lösung
- Kosten starten bei 0 Euro (Open Source) bis zu mehreren hundert Euro pro Monat
- Für Einsteiger ohne technisches Wissen: gehostete Lösungen wie Shopify oder Jimdo
- WooCommerce ist kostenlos, braucht aber ein WordPress-Hosting (ca. 5 bis 15 Euro/Monat)
- Deutsche Anbieter: Shopware, JTL-Shop, Gambio, Oxid eSales
- Typische Fehler: zu viel Features kaufen, Transaktionsgebühren übersehen, falsche Skalierung
- Handwerker und kleine Läden fahren oft am besten mit einfachen Lösungen wie Jimdo oder Wix
- Kostenlose Systeme kosten Zeit, bezahlte Systeme kosten Geld. Beides ist legitim.
Was kostet gute E-Commerce-Software für kleine Unternehmen?
Ehrlich gesagt: Die Preisspanne ist riesig. Für kleine Unternehmen liegt der realistische Bereich zwischen 25 und 100 Euro pro Monat für eine solide Lösung.
Hier ein grober Überblick:
| System | Kosten (ca.) | Modell |
|---|---|---|
| Shopify Basic | ca. 29 Euro/Monat | SaaS, gehostet |
| WooCommerce | 0 Euro (+ Hosting) | Open Source |
| Jimdo Business | ca. 20 Euro/Monat | SaaS, gehostet |
| Shopware Community | 0 Euro (+ Server) | Open Source |
| Gambio | ab ca. 29 Euro/Monat | SaaS oder Download |
| JTL-Shop | ab 0 Euro (Basis) | Download, selbst gehostet |
Dazu kommen oft Kosten für Zahlungsanbieter (z. B. Stripe oder PayPal), Themes und Plugins. Das summiert sich. Wer mit 30 Euro/Monat plant, landet realistisch bei 50 bis 80 Euro, wenn man alles zusammenrechnet.
Welche Online-Shop-Software ist am einfachsten zu bedienen?
Für Einsteiger ohne technischen Hintergrund sind Shopify und Jimdo die zugänglichsten Optionen. Beide laufen komplett im Browser, kein Server-Setup nötig.
Shopify hat einen sehr geführten Einrichtungsprozess. Jimdo ist noch schlichter, aber auch weniger flexibel. Wer mal einen Blog mit WordPress gebaut hat, kommt auch mit WooCommerce zurecht.
Faustregel: Je weniger technisches Vorwissen, desto eher sollte man zu einer gehosteten Lösung greifen.
Welche Online-Shop-Software ist am besten für Anfänger?
Shopify ist zur Zeit die meistempfohlene Lösung für Einsteiger, weil alles aus einer Hand kommt: Hosting, SSL, Updates, Support. Man zahlt dafür, aber spart sich Kopfschmerzen.
Jimdo und Wix sind noch einfacher, aber für ernsthafte Shops mit mehr als 50 Produkten schnell zu eingeschränkt. WooCommerce ist gratis, setzt aber voraus, dass man WordPress kennt und bereit ist, sich n bisschen einzuarbeiten.
Mein Rat für Einsteiger: Shopify 3 Monate testen. Wenn’s passt, bleiben. Wenn nicht, umziehen.
Shopify oder WooCommerce: Was lohnt sich mehr?
Beide Systeme sind gut, aber für unterschiedliche Menschen. Shopify kostet mehr, macht aber weniger Arbeit. WooCommerce ist freier, braucht aber mehr Eigenverantwortung.
Wähle Shopify, wenn:
- Du keine Lust auf technischen Kram hast
- Du schnell starten willst
- Du bereit bist, ca. 30 bis 80 Euro/Monat zu zahlen
Wähle WooCommerce, wenn:
- Du WordPress schon kennst
- Du maximale Kontrolle über dein System willst
- Du die laufenden Kosten niedrig halten willst (auf Kosten von Zeit)
Ehrlich gesagt: Für einen Nebenerwerbs-Shop mit 20 Produkten ist WooCommerce völlig ausreichend. Für einen Hauptjob-Shop mit 500 Produkten und wenig Zeit würde ich Shopify nehmen.
Gibt es gute deutsche Anbieter für Online-Shop-Software?
Klares Ja. Deutschland hat einige starke Anbieter, die auch DSGVO-konform und auf den deutschen Markt ausgerichtet sind.
- Shopware (Schöppingen): Sehr beliebt im Mittelstand, Community Edition kostenlos
- JTL-Shop (Wuppertal): Stark bei Warenwirtschaft und Multichannel
- Gambio (Bremen): Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, einfacher Einstieg
- Oxid eSales (Freiburg): Eher für größere Projekte
Wer Wert auf deutschen Support, deutsches Hosting und deutsche Rechtssicherheit legt, ist mit diesen Anbietern gut bedient. Das ist kein Patriotismus, das ergibt schlicht Sinn wegen dem deutschen Steuer- und Datenschutzrecht.
Welche Software funktioniert gut für Handwerker und kleine Läden?
Für Handwerker, Floristen, kleine Boutiquen oder Manufakturen reicht oft eine sehr schlanke Lösung. Jimdo, Wix oder auch Squarespace sind hier völlig legitim.
Ein Schreiner, der 15 Produkte verkauft und keine Zeit für Technik hat, braucht kein Shopware. Der braucht was, das in einem Nachmittag läuft. Jimdo oder Shopify Starter erfüllen das.
Wichtig: Schau, dass das System eine einfache Anbindung an PayPal oder Stripe hat. Das ist für kleine Läden meistens das Entscheidende.
Unterschiede zwischen kostenlosen und bezahlten Shop-Systemen
Kostenlose Systeme (WooCommerce, Shopware Community, PrestaShop) sind nicht wirklich kostenlos. Du zahlst mit Zeit, Hosting-Kosten und dem Aufwand für Updates und Sicherheit.
Bezahlte SaaS-Lösungen nehmen dir das ab. Du zahlst monatlich, bekommst dafür aber Hosting, Sicherheit, Updates und Support inklusive.
Kurz gesagt:
- Kostenlos = mehr Kontrolle, mehr Aufwand
- Bezahlt = weniger Kontrolle, weniger Aufwand
Für Leute, die ihr Geld mit dem Shop verdienen wollen (und nicht mit der Pflege des Systems), lohnt sich ein Abo-Modell meistens.
Typische Fehler beim Kauf von E-Commerce-Software
Das sind die Fehler, die ich immer wieder sehe:
- Zu groß einsteigen: Ein Einsteiger kauft Shopware Enterprise, weil er mal groß werden will. Fang klein an.
- Transaktionsgebühren übersehen: Shopify zum Beispiel nimmt bei externen Zahlungsanbietern 0,5 bis 2 % pro Transaktion (je nach Plan). Das summiert sich.
- Falsche Skalierungsannahmen: „Ich brauche das jetzt noch nicht“ ist oft klüger als man denkt.
- Kein Test vor dem Kauf: Fast alle Systeme bieten Testphasen. Nutze sie.
- Plugins unkontrolliert kaufen: Jedes Plugin kostet Geld und kann Probleme machen. Weniger ist mehr.
Kann ich eine Online-Shop-Software selbst einrichten?
Ja, das geht. Bei Shopify, Jimdo oder Wix ist das grad für Einsteiger sehr gut machbar. Ein einfacher Shop mit 10 bis 20 Produkten läuft in einem Wochenende.
WooCommerce oder Shopware brauchen etwas mehr Zeit, weil man WordPress oder einen eigenen Server einrichten muss. Aber auch das ist mit YouTube-Tutorials und etwas Geduld zu schaffen.
Wer gar keine Lust auf Technik hat: Für ca. 500 bis 1.500 Euro richtet ein Freelancer einen soliden Shop ein. Das kann sich lohnen, wenn die eigene Zeit wertvoll ist.
Worauf muss ich beim Kauf von Webshop-Software achten?
Bevor du Onlineshop Software kaufen willst, prüf diese Punkte:
- Zahlungsanbieter: Welche sind integriert? Gibt es Transaktionsgebühren?
- DSGVO: Ist die Software EU-konform? Wo liegen die Server?
- Skalierbarkeit: Funktioniert das System noch mit 1.000 Produkten?
- Support: Gibt es deutschen Support oder nur englische Foren?
- Schnittstellen: Lässt sich das System mit deinem Warenwirtschaftssystem verbinden?
- Testphase: Gibt es eine kostenlose Testphase?
Fazit: Welche Onlineshop Software kaufen?
Meine ehrliche Einschätzung: Für 80 % der Leute, die einen Shop aufbauen wollen, ist Shopify oder WooCommerce die richtige Wahl. Shopify für alle, die einfach loslegen wollen. WooCommerce für alle, die Kosten sparen wollen und etwas technisches Interesse mitbringen.
Deutsche Anbieter wie Gambio oder JTL-Shop sind eine gute Wahl, sobald du weißt, dass dein Shop wächst und du deutschen Support brauchst.
Mein konkreter Tipp für den Start:
- Definiere, wie viele Produkte du verkaufst
- Schau dir Shopify (30 Tage kostenlos) und WooCommerce (kostenlos testen) an
- Vergleiche die Gesamtkosten nach 12 Monaten
- Entscheide dann
Das war’s. Kein Hexenwerk, aber man sollte sich die Zeit nehmen, bevor man kauft.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen SaaS-Shop und selbst gehostetem Shop? Bei SaaS (z. B. Shopify) zahlt man monatlich und kümmert sich um nichts technisches. Selbst gehostete Systeme (z. B. WooCommerce) laufen auf eigenem Hosting und geben mehr Kontrolle, brauchen aber mehr Pflege.
Ist WooCommerce wirklich kostenlos? Die Software selbst ist kostenlos. Hosting, Domain, Premium-Plugins und Themes kosten aber extra. Realistisch rechne mit 10 bis 30 Euro/Monat.
Welche Onlineshop-Software ist DSGVO-konform? Alle großen Systeme können DSGVO-konform betrieben werden, wenn man sie richtig konfiguriert. Deutsche Anbieter wie Shopware oder Gambio haben hier oft bessere Voreinstellungen.
Wie lange dauert es, einen Shop einzurichten? Mit Shopify oder Jimdo: ein Wochenende für einen einfachen Shop. Mit WooCommerce oder Shopware: 1 bis 2 Wochen, wenn man sich einarbeitet.
Gibt es Onlineshop-Software ohne monatliche Kosten? Ja: WooCommerce, PrestaShop und die Shopware Community Edition sind kostenlos. Hosting und Domain kommen aber immer dazu.
Was kostet Shopify im Jahr? Der Basic-Plan kostet ca. 29 Euro/Monat, also ca. 348 Euro/Jahr. Dazu kommen Transaktionsgebühren, wenn man nicht Shopify Payments nutzt.
Welche Software nutzen die meisten deutschen Onlineshops? WooCommerce und Shopify sind laut Marktbeobachtungen die meistgenutzten Systeme, gefolgt von Shopware und Magento im Mittelstand.
Kann ich später das System wechseln? Ja, aber es ist aufwendig. Produktdaten lassen sich meist exportieren, aber Design und Einstellungen müssen neu aufgebaut werden. Lieber von Anfang an das richtige System wählen.
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