Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2026
Quick Answer: Die drei besten Shopsysteme für den deutschsprachigen Markt sind aktuell Shopify Basic (Gesamtnote 1,2), Wix Business Unlimited (1,4) und Gambio Small Business (1,6). Shopify eignet sich am besten für wachsende Onlineshops mit komplexen Anforderungen, Wix für Einsteiger mit Fokus auf Design, und Gambio für Händler, die besonderen Wert auf Rechtssicherheit nach deutschem Recht legen. Wer kein Budget für monatliche Gebühren hat, sollte WooCommerce als kostenlose Open-Source-Alternative prüfen.
Key Takeaways
- Aus über 200 Shopsystemen wurden die 10 führenden Anbieter anhand von 98 Kriterien getestet — Shopify, Wix und Gambio belegen die Spitzenplätze.
- Für Anfänger ohne technische Kenntnisse sind SaaS-Lösungen (Shopbaukästen) die sinnvollste Wahl, weil Hosting, Updates und Sicherheit automatisch gehandhabt werden.
- Shopify Basic kostet ab 27 €/Monat, ist aber die funktionsreichste Lösung im Test — inklusive Kassensystem für stationäre Händler und Produktkonfigurator.
- WooCommerce ist kostenlos, erfordert aber WordPress-Kenntnisse, eigenes Hosting und regelmäßige Wartung — die Gesamtkosten liegen oft höher als bei SaaS-Systemen.
- Für digitale Produkte (E-Books, Kurse, Software) eignen sich fast alle getesteten Systeme — Ausnahmen: Jimdo, Strato und Webnode.
- Dropshipping funktioniert am reibungslosesten mit Shopify und Wix, da beide über direkte Integrationen zu Dropshipping-Lieferanten verfügen.
- Rechtssicherheit nach deutschem Recht ist ein häufig unterschätztes Kriterium — Gambio und Shopify schneiden hier besonders gut ab.
- Programmierkenntnisse sind für SaaS-Shopsysteme nicht erforderlich, können aber bei Open-Source-Lösungen wie WooCommerce oder Magento notwendig werden.
Sieger im Shopsystem-Vergleich 2026: Wer hat gewonnen?

Shopify Basic ist der Testsieger unter den Shopsystemen 2026. Es überzeugt mit dem breitesten Funktionsumfang, dem besten Support und als einziges System im Test mit einem integrierten Produktkonfigurator. Wix landet auf Platz 2 durch exzellente Bedienbarkeit und KI-gestütztes Shopdesign. Gambio sichert sich Platz 3 durch herausragende Rechtssicherheit — ein entscheidender Vorteil für deutsche Händler.
| Kriterium | Shopify Basic | Wix Business Unlimited | Gambio Small Business |
|---|---|---|---|
| Gesamtnote | 1,2 (Sehr gut) | 1,4 (Sehr gut) | 1,6 (Gut) |
| Preis/Monat | 27,00 € | 35,70 € | 49,95 € |
| Anfängerfreundlichkeit | Sehr gut | Gut | Sehr gut |
| Funktionsumfang & Marketing | Sehr gut | Sehr gut | Gut |
| Recht & Sicherheit | Sehr gut | Gut | Sehr gut |
| Support | Sehr gut | Befriedigend | Befriedigend |
| Dropshipping | Ja | Ja | Eingeschränkt |
| Abonnements | Ja | Ja | Nein |
| Digitale Produkte | Ja | Ja | Ja |
| Kassensystem (POS) | Ja | Nein | Nein |
| Testzeitraum | 14 Tage kostenlos | Unbegrenzt (kostenloser Tarif) | Testversion verfügbar |
Wähle Shopify, wenn du einen wachsenden Shop mit vielen Produkten, Multichannel-Verkauf (Amazon, Instagram, stationärer Handel) oder Dropshipping planst.
Wähle Wix, wenn du als Einsteiger schnell loslegen willst, Design-Flexibilität wichtig ist und du zuerst kostenlos testen möchtest.
Wähle Gambio, wenn du als deutscher Händler maximale Rechtssicherheit brauchst und einen Shop mit solidem Funktionsumfang ohne Programmierkenntnisse betreiben willst.
Wie wurde der Shopsystem-Vergleich durchgeführt?
Der Vergleich basiert auf einem strukturierten Fragebogen mit 98 Kriterien, der an alle relevanten Anbieter von Shopbaukästen versandt wurde. Parallel dazu wurden die Systeme in Testversionen praktisch geprüft — Herstellerangaben wurden abgeglichen, und die Nutzertauglichkeit wurde eigenständig bewertet.
Jedes Shopsystem musste zwei Grundvoraussetzungen erfüllen, um in den Vergleich aufgenommen zu werden:
- Anfängereignung: Das System muss ohne E-Commerce-Agentur oder Entwickler eingerichtet werden können.
- Vollständige Shop-Erstellung: Produktpflege, Zahlungsabwicklung, Versandkonfiguration und rechtliche Grundeinstellungen müssen ohne Programmierkenntnisse umsetzbar sein.
Der Fokus liegt bewusst auf SaaS-Shopsystemen (Software-as-a-Service), also gehosteten Shopbaukästen. Open-Source-Systeme wie WooCommerce oder Magento werden im Vergleich erwähnt, aber nicht direkt bewertet, da sie andere technische Voraussetzungen erfordern.
Welche Shopsysteme sind am einfachsten zu bedienen?
Für Einsteiger ohne technische Vorkenntnisse sind Shopify und Gambio die einfachsten Shopsysteme im Test. Beide bieten geführte Einrichtungsprozesse, deutschsprachige Oberflächen und umfangreiche Hilfe-Dokumentation. Wix punktet durch seinen Drag-and-Drop-Editor, der besonders intuitiv ist, aber beim Shopaufbau etwas mehr Eigeninitiative erfordert.
Was „einfach zu bedienen“ konkret bedeutet:
- Geführtes Onboarding: Shopify führt neue Nutzer Schritt für Schritt durch die Shop-Einrichtung — von der Produktanlage bis zur ersten Zahlung. Gambio bietet ähnliche Assistenten speziell für den deutschen Markt.
- Drag-and-Drop-Design: Wix erlaubt es, das Shopdesign visuell zu gestalten, ohne eine Zeile Code anzufassen. Seit 2024 unterstützt ein KI-Assistent dabei, Layouts automatisch zu generieren.
- Vorlagen: Alle drei Testsieger bieten professionelle Shopvorlagen, die direkt einsatzbereit sind. Shopify hat über 100 Themes, davon viele kostenlos.
- Support auf Deutsch: Gambio bietet deutschsprachigen Support per Telefon und E-Mail — ein Vorteil gegenüber Shopify, das primär englischsprachig ist, aber einen guten Chat-Support hat.
Praxisbeispiel: Ein Münchner Schmuckhändler, der seinen stationären Laden um einen Onlineshop erweitern wollte, richtete seinen Shopify-Shop in einer Woche ein — ohne Entwickler. Die Produktfotos wurden hochgeladen, Varianten (Größen, Materialien) konfiguriert und die erste Bestellung innerhalb von zehn Tagen nach Anmeldung abgewickelt.
Brauche ich Programmierkenntnisse für einen Onlineshop?

Nein — für SaaS-Shopsysteme wie Shopify, Wix oder Gambio sind keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich. Alle grundlegenden Funktionen (Produktanlage, Zahlungsarten, Versandkonfiguration, Design) sind über grafische Oberflächen zugänglich.
Wann Programmierkenntnisse doch hilfreich sind:
- Du willst das Design grundlegend verändern (über die vorhandenen Themes hinaus).
- Du benötigst eine spezifische Funktion, die kein Plugin abdeckt.
- Du integrierst ein externes ERP- oder Warenwirtschaftssystem über eine API.
Wann Programmierkenntnisse zwingend notwendig werden:
- Bei Open-Source-Systemen wie WooCommerce, Magento oder PrestaShop: Hier müssen Hosting, Updates, Sicherheitszertifikate und Plugins selbst verwaltet werden. Ohne technisches Grundwissen oder einen Entwickler ist das auf Dauer schwierig.
- Bei individuell entwickelten Shoplösungen für sehr spezifische Geschäftsmodelle.
Fazit für Einsteiger: Wer schnell und ohne technischen Aufwand starten will, ist mit einem SaaS-Shopbaukasten besser bedient. Wer langfristig maximale Kontrolle und Flexibilität will und bereit ist, Zeit in technisches Setup zu investieren, kann WooCommerce in Betracht ziehen.
Was sind die besten Shopsysteme für kleine Onlineshops?
Für kleine Onlineshops mit bis zu einigen Hundert Produkten sind Shopify Basic, Wix Business und Gambio Small Business die empfehlenswertesten Optionen. Sie bieten den besten Kompromiss aus Funktionsumfang, Bedienbarkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis.
Konkrete Empfehlungen nach Shopgröße:
- 1–50 Produkte, Einsteiger: Wix Business — kostenloser Einstieg möglich, intuitive Bedienung, ausreichende Funktionen für den Start.
- 50–500 Produkte, wachsender Shop: Shopify Basic — skaliert gut, bietet starke Marketing-Integrationen und einen zuverlässigen Support.
- Fokus auf deutschen Markt, Rechtssicherheit: Gambio Small Business — besonders für Händler, die mit deutschen Datenschutz- und Impressumspflichten auf der sicheren Seite sein wollen.
- Kleinstunternehmer mit minimalem Budget: IONOS oder Jimdo als günstigere Einstiegsoptionen, allerdings mit eingeschränktem Funktionsumfang.
Praxisbeispiel: Eine Berliner Keramikwerkstatt mit 30 handgefertigten Produkten nutzt Wix Business. Die Inhaberin gestaltet ihren Shop selbst, aktualisiert Produkte ohne Hilfe und verkauft über Instagram-Integration direkt aus dem Shop heraus. Die monatlichen Kosten liegen bei rund 35 Euro — für diesen Umfang ein fairer Preis.
Shopify vs. WooCommerce: Welches ist günstiger?
Auf den ersten Blick ist WooCommerce günstiger, weil die Software selbst kostenlos ist. Rechnet man Hosting, Domain, SSL-Zertifikat, Premium-Plugins und Wartungsaufwand zusammen, liegen die Gesamtkosten oft auf ähnlichem Niveau wie Shopify — oder höher.
Kostenvergleich im Detail:
| Kostenposition | Shopify Basic | WooCommerce |
|---|---|---|
| Software/Lizenz | 27 €/Monat | 0 € |
| Hosting | Inklusive | 5–30 €/Monat |
| SSL-Zertifikat | Inklusive | 0–10 €/Monat |
| Domain | Optional, ca. 15 €/Jahr | 10–20 €/Jahr |
| Premium-Plugins | Viele inklusive oder günstig | 0–200 €/Monat je nach Bedarf |
| Entwicklerkosten | Meist nicht nötig | 0–5.000 € einmalig möglich |
| Gesamtkosten/Monat (Schätzung) | ca. 30–40 € | ca. 20–80 € |
Hinweis: Die WooCommerce-Kosten sind Schätzwerte und hängen stark vom gewählten Hosting-Anbieter, den benötigten Plugins und dem eigenen technischen Aufwand ab.
Nachteile von WooCommerce:
- Regelmäßige Updates müssen manuell oder per Dienst eingespielt werden — Sicherheitslücken entstehen, wenn Updates ausbleiben.
- Kompatibilitätsprobleme zwischen Plugins sind häufig und können den Shop vorübergehend lahmlegen.
- Kein offizieller Support — Hilfe kommt aus der Community oder von bezahlten Entwicklern.
Nachteile von Shopify:
- Transaktionsgebühren fallen an, wenn nicht der eigene Zahlungsanbieter „Shopify Payments“ genutzt wird (in Deutschland noch eingeschränkt verfügbar).
- Weniger Flexibilität bei der Datenbankstruktur — für sehr individuelle Lösungen stößt man an Grenzen.
- Monatliche Kosten steigen mit dem Tarif schnell (Advanced Shopify: ca. 79 €/Monat).
Wähle Shopify, wenn du schnell starten willst, keinen Entwickler beauftragen möchtest und verlässliche Kosten planst.
Wähle WooCommerce, wenn du WordPress bereits nutzt, technisches Know-how mitbringst und maximale Anpassungsfreiheit wichtiger ist als Komfort.
Welche Shopsysteme sind kostenlos oder ohne monatliche Grundgebühr?

Vollständig kostenlose Shopsysteme ohne monatliche Grundgebühr gibt es — aber mit Einschränkungen. Die wichtigsten Optionen:
Kostenlose oder günstige Einstiegsmöglichkeiten:
- WooCommerce: Die Software ist kostenlos, aber Hosting und Plugins kosten Geld. Für technisch versierte Nutzer die günstigste Option auf lange Sicht.
- Wix (kostenloser Tarif): Wix kann unbegrenzt kostenlos genutzt werden — allerdings ohne eigene Domain, mit Wix-Branding und ohne Verkaufsfunktionen. Für einen echten Onlineshop ist ein bezahlter Tarif notwendig.
- PrestaShop: Open-Source und kostenlos, ähnlich wie WooCommerce mit eigenem Hosting-Aufwand.
- Ecwid (Gratisplan): Ecwid bietet einen dauerhaft kostenlosen Plan mit bis zu 5 Produkten — sinnvoll für den absoluten Einstieg, aber schnell zu klein.
Wichtiger Hinweis: „Kostenlos“ bedeutet bei Shopsystemen fast immer entweder stark eingeschränkte Funktionen oder versteckte Kosten (Hosting, Transaktionsgebühren, Plugins). Wer ernsthaft verkaufen will, kommt an einem bezahlten Tarif kaum vorbei.
Shopsysteme ohne Transaktionsgebühren:
Gambio und IONOS erheben keine Transaktionsgebühren auf Verkäufe — ein Vorteil gegenüber Shopify, das bei Nutzung externer Zahlungsanbieter Gebühren berechnet.
Wie teuer sind professionelle Shopsysteme pro Monat?
Professionelle SaaS-Shopsysteme kosten zwischen 20 und 100 Euro pro Monat, abhängig von Funktionsumfang und Anbieter. Die Einstiegstarife der Testsieger liegen zwischen 27 und 50 Euro monatlich.
Preisübersicht der wichtigsten Anbieter (Stand: Mai 2026):
| Anbieter | Einstiegstarif | Preis/Monat | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Shopify | Basic | 27 € | Beste Gesamtfunktionalität |
| Wix | Business | 35,70 € | KI-Design, kostenloser Einstieg |
| Gambio | Small Business | 49,95 € | Beste Rechtssicherheit (DE) |
| IONOS | Online Shop | ab 10 € | Günstigster Einstieg |
| Jimdo | Business | ab 15 € | Sehr einfach, aber eingeschränkt |
| WooCommerce | — | 0 € + Hosting | Open Source, technisch aufwändiger |
Preise können je nach Laufzeit und Aktionsangeboten variieren. Jahrestarife sind meist 10–20 % günstiger als monatliche Abrechnung.
Was beeinflusst die Gesamtkosten:
- Anzahl der Produkte (manche Tarife begrenzen die Produktanzahl)
- Benötigte Plugins oder Apps (können 10–100 €/Monat zusätzlich kosten)
- Zahlungsanbieter und deren Transaktionsgebühren
- Eigene Domain (meist 10–20 €/Jahr extra)
- SSL-Zertifikat (bei SaaS-Systemen meist inklusive)
Welche Shopsysteme haben die besten Zahlungsoptionen?
Shopify bietet die breiteste Auswahl an Zahlungsoptionen — über 100 Zahlungsanbieter werden direkt unterstützt, darunter PayPal, Klarna, Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay. Gambio und Wix decken alle gängigen deutschen Zahlungsarten ab, haben aber weniger internationale Optionen.
Die wichtigsten Zahlungsarten im deutschen E-Commerce:
- PayPal: Pflicht für jeden deutschen Onlineshop — laut verschiedenen Marktbeobachtungen eine der meistgenutzten Zahlungsarten im deutschen Online-Handel.
- Klarna / Ratenkauf: Besonders bei höherpreisigen Produkten kaufentscheidend.
- Kreditkarte (Visa, Mastercard): Standard für internationale Kunden.
- SEPA-Lastschrift / Banküberweisung: Beliebt bei deutschen Stammkunden.
- Apple Pay / Google Pay: Wachsende Bedeutung, besonders im mobilen Shopping.
- Amazon Pay: Sinnvoll, wenn die Zielgruppe stark Amazon-affin ist.
- Sofortüberweisung / Klarna Sofort: Schnelle Alternative zur klassischen Überweisung.
- Click & Collect / Barzahlung vor Ort: Relevant für Händler mit stationärem Geschäft.
Worauf bei der Auswahl achten:
Transaktionsgebühren variieren stark. Shopify berechnet bei Nutzung externer Zahlungsanbieter 0,5–2 % Transaktionsgebühr zusätzlich zu den Anbietergebühren. Gambio und Wix erheben keine eigenen Transaktionsgebühren — hier zahlt man nur die Gebühren des Zahlungsanbieters selbst (z. B. PayPal: ca. 2,49 % + 0,35 € pro Transaktion).
Gibt es Shopsysteme speziell für Handwerker oder Dienstleister?

Kein Shopsystem ist ausschließlich für Handwerker entwickelt, aber einige eignen sich besonders gut für Dienstleister und handwerkliche Betriebe. Wix und Shopify bieten Funktionen für Terminbuchungen, lokale Dienstleistungen und die Kombination aus Online-Verkauf und stationärem Geschäft.
Was Handwerker und Dienstleister von einem Shopsystem brauchen:
- Terminbuchungsfunktion (z. B. für Beratungsgespräche oder Werkstatttermine)
- Angebotserstellung und individuelle Preisgestaltung
- Produktkonfigurator (z. B. für Maßanfertigungen)
- Lokale SEO-Funktionen (Google My Business-Anbindung)
- Einfache Rechnungsstellung
Empfehlungen für spezifische Branchen:
- Handwerker mit Ersatzteilverkauf: Shopify Basic — Produktkonfigurator und gute Lagerverwaltung.
- Fotografen / Kreative mit digitalen Produkten: Wix oder Shopify — beide unterstützen Download-Produkte und Portfoliodarstellung.
- Kosmetikstudios / Therapeuten: Wix Bookings-Integration ermöglicht Terminbuchungen direkt im Shop.
- Tischler / Maßanfertiger: Shopify mit Produkt-Konfigurator — Kunden können Maße, Materialien und Farben selbst wählen.
Praxisbeispiel: Ein Hamburger Tischler nutzt Shopify, um individuell konfigurierbare Möbel anzubieten. Kunden wählen online Holzart, Abmessungen und Oberfläche — der Konfigurator berechnet den Preis automatisch. Das reduziert Beratungsaufwand und ermöglicht Bestellungen außerhalb der Öffnungszeiten.
Welche Shopsysteme funktionieren gut für digitale Produkte?
Fast alle getesteten Shopsysteme unterstützen den Verkauf digitaler Produkte — mit Ausnahme von Jimdo, Strato und Webnode. Shopify, Wix und Gambio sind für digitale Produkte gut geeignet und bieten automatischen Download nach dem Kauf.
Was beim Verkauf digitaler Produkte wichtig ist:
- Ausreichender Speicherplatz: Videos, Kurse und große Dateien brauchen viel Speicher. Shopify erlaubt Dateien bis 5 GB pro digitalem Produkt.
- Automatischer Download-Link: Nach dem Kauf erhält der Kunde automatisch Zugang — ohne manuellen Aufwand.
- Schutz vor Piraterie: Zeitlich begrenzte Download-Links oder Passwortschutz verhindern unkontrollierte Weitergabe.
- Checkout-Optimierung: Wenige Klicks vom Produkt zur Bezahlung erhöhen die Conversion-Rate.
Typische digitale Produkte im E-Commerce:
- E-Books und PDF-Guides
- Online-Kurse (als Video oder Dokument)
- Musik, Grafiken, Fonts
- Software-Lizenzen
- Vorlagen (Excel, PowerPoint, Canva)
- Fotos und Stockbilder
Praxisbeispiel: Eine Ernährungsberaterin aus Stuttgart verkauft über Wix einen 12-Wochen-Ernährungsplan als PDF-Paket für 49 Euro. Nach dem Kauf erhält der Kunde automatisch den Download-Link per E-Mail. Die monatlichen Kosten für den Shop liegen bei 35,70 Euro — bei 20 Verkäufen pro Monat ein rentables Modell.
Sonderlösung für Kurse: Wer umfangreiche Online-Kurse mit Videos, Quizzen und Community-Funktionen verkaufen will, sollte spezialisierte Plattformen wie Teachable, Thinkific oder Elopage in Betracht ziehen — diese sind als Ergänzung oder Alternative zu klassischen Shopsystemen sinnvoll.
Typische Fehler beim Auswählen eines Shopsystems
Der häufigste Fehler ist die Wahl eines Systems nach Preis allein, ohne Funktionsumfang und Skalierbarkeit zu prüfen. Viele Gründer unterschätzen außerdem den Aufwand für Rechtssicherheit und wählen Systeme, die keine deutschen Datenschutzanforderungen erfüllen.
Die 10 häufigsten Fehler bei der Shopsystem-Auswahl:
Preis als einziges Kriterium: Günstiger Einstieg kann durch fehlende Funktionen, notwendige Plugins oder Transaktionsgebühren teurer werden als ein höherpreisiger Tarif.
Skalierbarkeit ignorieren: Ein System, das für 20 Produkte gut funktioniert, kann bei 2.000 Produkten an Grenzen stoßen — besonders bei Ladezeiten und Filteroptionen.
Rechtssicherheit unterschätzen: Impressumspflicht, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung und korrekte AGB sind in Deutschland Pflicht. Systeme ohne entsprechende Vorlagen oder Anbindung an Rechtsdienstleister (z. B. IT-Recht Kanzlei) erhöhen das Abmahnrisiko.
Zahlungsarten zu wenig beachten: Wer nur PayPal anbietet, verliert Kunden, die per Klarna oder Lastschrift zahlen wollen.
Mobile Optimierung vergessen: Über 60 % der Onlinekäufe in Deutschland werden laut Branchenbeobachtungen über mobile Geräte getätigt. Ein Shop, der auf dem Smartphone schlecht aussieht, verliert Umsatz.
SEO-Grundeinstellungen nicht prüfen: Systeme ohne individuelle Meta-Titles, Alt-Texte für Bilder und saubere URL-Strukturen erschweren die organische Auffindbarkeit.
Support-Qualität ignorieren: Wer beim ersten technischen Problem nicht weiterkommt, verliert Zeit und Nerven. Deutschsprachiger Support ist besonders für Einsteiger wichtig.
Zu viele Plugins von Anfang an: Jedes Plugin ist ein potenzieller Sicherheits- und Kompatibilitätsrisikofaktor. Besser: mit wenigen, gut integrierten Funktionen starten.
Kein Testbetrieb vor dem Launch: Alle Testsieger bieten kostenlose Testphasen — wer diese nicht nutzt, riskiert eine falsche Entscheidung.
Vendor Lock-in nicht bedenken: Manche Systeme machen es schwer, Produktdaten und Kundendaten zu exportieren. Vor dem Start prüfen, ob ein späterer Wechsel möglich ist.
Welche Vergleichskriterien sind wirklich entscheidend?
Die wichtigsten Kriterien bei der Shopsystem-Auswahl sind: Eignung für das eigene Geschäftsmodell, Bedienbarkeit, Rechtssicherheit, Zahlungsoptionen, SEO-Funktionen und Support. Preis ist relevant, aber selten das ausschlaggebende Kriterium.
Eignung: Was soll der Shop verkaufen?
Nicht jedes Shopsystem unterstützt jedes Geschäftsmodell gleich gut. Vor der Auswahl sollte klar sein:
- Physische Waren: Alle Testsieger geeignet. Wichtig: Lagerverwaltung, Versandintegration, Rücksendeprozesse.
- Dropshipping: Shopify und Wix am besten — direkte Integration mit Oberlo (Shopify) und ähnlichen Tools.
- Abonnements: Shopify, Wix und IONOS unterstützen Abo-Modelle. Gambio aktuell nicht.
- Digitale Produkte: Shopify, Wix, Gambio — alle drei gut geeignet.
Shopgestaltung und Warenpräsentation
Ein professionelles Shopdesign ist kein Luxus — es beeinflusst direkt die Conversion-Rate. Geprüfte Punkte:
- Anzahl und Qualität der Shopvorlagen
- Möglichkeit zur individuellen Anpassung (ohne Code)
- Produktvarianten (Größen, Farben, Materialien)
- Cross-Selling und Produktempfehlungen
- Produktsuche und Filter
Shopify bietet als einziges System im Test einen Produktkonfigurator — ein entscheidender Vorteil für Händler mit individuell anpassbaren Produkten.
Preisgestaltung und Aktionen
Flexible Preisgestaltung ist im Online-Handel ein Wettbewerbsvorteil. Wichtige Funktionen:
- Streichpreise und Sonderangebote
- Staffelpreise (Mengenrabatte)
- Kundengruppenpreise (z. B. Wiederverkäufer vs. Endkunden)
- Gutscheincodes und Rabattaktionen
- Warenkorbwiederherstellung bei Kaufabbruch
